Happy Holidays – in crazy Times

Frohe Festtage!

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Zum diesjährigen Jahresende hin kann ich Ihnen zum ersten mal nicht wie gewohnt einen Abriss von den Highlights meiner künstlerischen Tätigkeit senden und es ist eigentlich ein Trauerspiel, dass ich Ihnen nicht wenigstens aus meiner Kreativ-Werkstatt viel Neues präsentieren kann. Man könnte meinen, dass das weitgehende Abwürgen des sozialen Lebens und vieler öffentlichen Anlässe dafür mehr Platz für die Kreativität geschaffen hat. Dem ist aber nicht ganz so, wenigstens nicht bei mir.

Das abwechselnd anhaltende Spiel von Lockdown-Lockerungen-und-erneutem-Runterfahren und den stetig verschärften Massnahmen hat bei mir eine innerliche Leere geschaffen, die ich nur dank meinem positiven und kämpferischen Wesen ertragen kann. Ich dachte eigentlich, ich sei – dank meiner langjährigen Erfahrung einer nicht immer geradlinigen künstlerischen Laufbahn, wo einem nichts, aber auch gar nichts geschenkt wird – gegen so vieles gewappnet. Aber das kontinuierliche Aushalten kleiner, aber dennoch aufreibender Zwischenfälle im täglichen Alltag und das stetige Widerstand leisten, in dem man dem Ganzen Gutes und Positives entgegen zu halten versucht, kostet Kraft und geht nicht spurlos an mir vorbei. Es fällt mir schwer, ich gebe es zu, meinen Geist davon zu befreien und beschwingt in meine künstlerische Arbeit im Atelier einzutauchen. Die innerliche Unruhe, die sich meiner während der letzten Monate bemächtigt hat, ist aufreibend und lähmend zugleich.

Das Wort ist in diesem Moment das beste Ausdrucksmittel und so sende ich Ihnen zu Weihnachten erneut eine Botschaft in ‘Wort und Bild’ statt ‘Skulptur und Raum‘, als Einblick in meine Welt als Künstlerin, als Mutter, als Teil der Gesellschaft, als frei denkendes Individuum in diesem sonderbaren Jahr.

Der Austausch mit den Menschen hat an Unbeschwertheit verloren und innerhalb eines einzigen Jahres hat sich unser Verhältnis zur Aussenwelt von einem zufriedenen Miteinander – oder zumindest entspannten Nebeneinander – in ein misstrauisches Gegeneinander verwandelt. Begegnungen haben den einrahmenden und Halt gebenden Begrüssungsakt verloren, der entweder verkrampft ausfällt oder gänzlich übergangen wird, was gleich zu Beginn ein leicht unbefriedigendes Gefühl erzeugt. Dann sind da diese Masken, nun allgegenwärtig, die Gesichtszüge verdeckend und jegliche Mimik unkenntlich machend, die einem die Lust an einem kurzen oder längeren Austausch nehmen. Die Art und Weise, wie uns fremde Menschen auf der Strasse begegnen, hat teilweise animalische Züge angenommen. Es wird gelauert, argwöhnisch beobachtet, misstrauisch ausgeharrt, abgetastet, vor sich hingestarrt, aneinander vorbei gehuscht. Das soziale Leben ist erneut weitgehend eingedämmt oder zumindest so stark reduziert worden, dass das wenige, was davon geblieben ist,  stark an Reiz eingebüsst hat. Die einen schränken sich aus Angst ein, die anderen weil es so einfach keinen Spass mehr macht. Dazu kommt, dass ein unbeschwerter Austausch und das Kundtun der eigenen Meinung auch unter Freunden oder gar in der eigenen Familie nicht mehr vorbehaltlos möglich ist. Zwischen anhaltendem Abwägen, Abtasten oder Schlagabtauschen ist eine gesunde Diskussion zur Ausnahme geworden und keine Selbstverständlichkeit mehr. Und will man das allumfassende eine Thema einmal gänzlich umgehen, landet man früher oder später zwangsläufig wieder dort. Alles andere wäre auch heuchlerisch und würde auf einen Zustand von Gleichgültigkeit oder Resignation schliessen lassen, was noch viel schlimmer wäre. Denn: wie schrecklich wäre es doch, wenn die Menschheit sich nun einfach an diesen kranken und freiheitseinschränkenden Zustand gewöhnen würde? Es wäre eine Bankrotterklärung an all die lebenswerten Seiten des Lebens, an unsere Freiheiten, die Demokratie und den Rechtsstaat.

Die Möglichkeiten, diesem Zustand wenigstens zeitweise zu entfliehen, sind immer weniger geworden, da Anlässe, Projekte und viele Besuche im Atelier, die für kurzweilige Abwechslung gesorgt hätten, auf Eis gelegt wurden. Zurück bleibt Leere und die Frage, wie es weiter geht.

Die heutige Situation verlangt uns allen auf den verschiedensten Ebenen viel ab. Sie ist subtiler und perfider als bisherige Krisen. Der anhaltend einschneidende Zustand um uns herum kann im Bereich der eigenen Möglichkeiten auch nur unzureichend bekämpft werden. Dadurch entsteht ein bedrückendes Ohnmachtsgefühl diesen grösseren Zusammenhängen gegenüber, denen unsere Gesellschaft und die Welt hilflos gegenüber steht. Es ist besorgniserregend, dass unsere Freiheiten und Möglichkeiten, im Denken als auch im Handeln, im Privaten wie auch im Beruflichen, zunehmend eingeschränkt werden und wir so vielen politischen Entscheidungen machtlos ausgesetzt sind. Die allgemeinen Einschränkungen durch Regeln, Drohungen und Verbote, Zurechtweisungen und Denunziationen, die an Kriegszeiten erinnern und schleichend und stetig zunehmen, hinterlassen Spuren in unserer Gesellschaft.

Wie kann man nur im Namen der Gesundheit das seelische Wohl dermassen vernachlässigen? Wie kann man nur all das verbieten, was das Leben lebenswert macht? Wie kann man einfach so bis auf weiteres auf den Zauber eines Lächelns auf offener Strasse verzichten, den Gesang von Kindern in Schulen und Kindergärten verbieten, das Zusammensein von betagten Menschen in Altersheimen und die lebenswichtigen Spaziergänge an der frischen Luft unterbinden? Wie kann man Menschen zu ihrem eigenen Wohl einsperren und vereinsamen lassen? Was ist das für ein Leben, ohne Musik, Kunst und Kultur, ohne Konzerte, Feste, Tanz und Theater? Was wird aus den Kindern, denen man suggeriert hat, dass von Ihnen die Gefahr einer Verbreitung des Virus ausgeht, die ihre eigenen Grosseltern nicht mehr umarmen und die Quarantäne-bedingt zeitweise alleine und getrennt vom Rest der Familie essen und leben müssen? Was für eine neue Art von Menschen wird aus den jüngsten Mitgliedern unserer Gesellschaft werden, die bereits beim Stillen an der warmen Brust vom Gesicht ihrer maskierten Mütter nur die Augen sehen? Wie kann man den Jugendlichen nur den gemeinsamen Sport, das Reisen und ihre Freizeitaktivitäten nehmen, die einen gesunden Ausgleich zum kopflastigen Alltag ermöglichen? Wie können diese jungen Menschen ohne oder nur mit stark reduzierten sozialen und physischen Kontakten zu einer gesunden, weltoffenen und starken Generation heranwachsen?

Was ist das für eine Welt voller Misstrauen, wo wir hinter jedem anderen Menschen eine Gefahr, einen möglichen Träger einer schlimmen Krankheit wähnen? Was ist das für eine Pandemie-Bekämpfung mit dieser ganzen Testerei, die alle verrückt macht, Angst schürt und die Krankheit ja doch nicht eindämmt? Sollten wir uns anstatt auf symptomslos positiv-Getestete nicht auf die wirklich Kranken konzentrieren? Und mit dem vielen Geld besser die Spitäler und Pfleger unterstützen, damit mehr Kranke und hilfsbedürftige Menschen versorgt werden können und die Arbeitsbedingungen besser werden? Wieviel Arbeitslosigkeit, wie viele Insolvenzen und Freiheitsbeschränkungen kann unsere Gesellschaft noch tragen?

Da kann man doch nicht einfach gleichgültig zuschauen oder sich gar daran gewöhnen wollen! Ich wünsche mir zum Jahresende nichts sehnlicher, als dass wir gemeinsam die Kraft aufbringen, dieser Situation entgegen zu halten und dass wir in der Masse als eigenständig denkende Individuen niemals untergehen und uns abstumpfen lassen!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die mir gerade in diesem aussergewöhnlichen Jahr viel Gutes entgegen gebracht haben, sei es in Form ihrer kritischen Haltung, eines gedanklichen Austauschs, sei es in Form eines gemeinsamen Abendessens, eines Atelierbesuchs,  eines Ankaufs. Gerade in diesem Jahr, wo nichts mehr selbstverständlich ist, waren mir diese Dinge besonders wichtig und eine umso grössere Freude. Ich bin dankbar, dass es gerade deswegen immer irgendwie weitergeht!

Ich wünsche Ihnen allen eine frohe, warme, besinnliche und heilsame Weihnachtszeit – hoffentlich trotz allem im erweiterten Kreise Ihrer Liebsten –  innere Stärke und Umsicht, etwas Leichtigkeit und gute Gesundheit, sowohl physisch als auch mental, für einen gesunden und gefestigten Start ins neue Jahr!

Herzlichst,

Sibylle Pasche

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Happy Holidays!

For the first time, I cannot send you a summary of this year’s artistic highlights. It’s sad that I cannot even present a lot of new pieces from my workshop. One might have thought that, with the restrictions placed on social life and the cancellation of public events, there would have been more room for creativity. Not quite. At least in my case.

The incessant toing and froing between lock down and ‘lock up’ and the bewildering procession of governmental measures have combined to create a certain sense of inner emptiness, to cope with which took every ounce of positivity and resilience I had. Initially, I thought that—thanks to the experience gained in the course of a not always straightforward artist’s career (where nothing but really nothing at all comes for free)—no crisis could phase me. But the continual need to deal with trifling incidents in everyday life, not to mention the constant effort to put up a brave face and assume an attitude of positive resistance, have not left me unscathed. To be honest, I struggled to free my mind of the global situation, retreat to my studio, and immerse myself in personal artistic work. Too great was the inner unrest.

In these unprecedented times, the word seems the best vehicle. For Christmas, I therefore send you one more message in word and image, rather than sculpture and space; in the hope it provides some insight into my life as artist, mother, member of society, and freethinking individual during this strangest of years.

In the course of a single year, encounters have lost their former carefree character, and our relationship with the exterior world has turned from a harmonious togetherness—or at least a relaxed cohabitation—to a distrustful confrontation. Encounters have lost their reassuring framework of greetings, which are now tense or omitted altogether, contributing to an unsatisfying feeling from the first word. Then there are the ubiquitous masks, which camouflage features and deprive facial expressions of their content, thus spoiling the pleasure of an exchange, long or short. Once more, social life has been seriously limited. And what is left of it has lost much of its appeal. Some stay at home out of fear, others simply because the pleasure of going out seems a thing of the past. What is more, the carefree exchange and the communication of personal opinions—even among friends (not to mention family members)—is no longer possible without reservation. Among risk-assessments, grudging compromises, and bandied words, reasonable conversations are few and far between. And whatever the effort to avoid the all-consuming subject matter, one inevitably ends up there again sooner or later. All else would be hypocritical and bespeak indifference or resignation. For how dreadful would it be if mankind would simply get used to this sorry state of affairs? It would spell the bankruptcy of all that makes life worth living.

Opportunities to escape at least temporarily from the current situation are ever fewer, for events, projects, and numerous visits to the studio, always a welcome source of diversion, have been shelved. Thus, only the void remains, and the question what will be next …

The current situation is taxing on many levels. It is more subtle and insidious than all preceding crises. By our own means, we cannot satisfactorily address the disrupting situation all around us. Which creates an oppressive feeling of impotence. It is cause for concern that our personal freedom and possibilities, in thought as well as action, both privately and professionally, are ever more restricted, and that we are left powerless in the face of so many governmental decisions. The restrictions and rules, threats and prohibitions, warnings and denunciations, which are reminiscent of wartimes and ever multiplying, have left our society scarred.

How can one neglect mental for the sake of physical health to such an extent? How can one forbid all that makes life worth living? How can one simply dispense with the magic of a smile on the street until further notice, put an end to the song of children in schools and kindergartens, prevent the meeting of elderly people in care homes? How can one imprison people for the sake of their own wellbeing and leave them without company? What is life without music, art, culture? Without concerts, parties, dance, and theater? And what of our children, to whom it has been suggested that they are the cause of the virus’ propagation and cannot give a hug to their grandparents, who, cloistered in quarantine, are forced to eat and live alone in their room, separated from the rest of the family? What new kind of human being will the youngest members of society become? What about children who grow up seeing only their masked mother’s eyes as they are fed at her warm bosom? How can one forbid young people to do sport together, to travel and engage in recreational activities, which provide a healthy balance to their everyday life at school? How can those young people grow into an open-minded and strong generation without any (or at least considerably reduced) social and physical contacts?

What mistrusting kind of world is this, where every person is a danger, the potential carrier of a terrible disease? What kind of pandemic-management is all of that testing supposed to be, which fosters fear and does not help to put an end to the disease? Should we not concentrate on those who are really ill, rather than worrying about asymptomatic ‘positive’ cases? Should all that money not be invested into supporting hospitals and carers, so the ill and the socially disadvantaged can be cared for and working conditions improve? How much more unemployment, how much more insolvency, how many more restrictions can our society endure?

We cannot simply stand idly by or even get used to this! As this year comes to a close, I have no other wish than for us to muster all our might, so we may face this situation and our individuality not be blunted as it founders among the masses!

At this point, I would like to thank all of those who have brought much good to me during this extraordinary year, be it in the form of critical observations, the exchange of ideas, a shared dinner, a visit to the studio, or an acquisition. These things were important to me and a source of great joy, especially in a year where nothing has been at all self-evident. I am thankful that, somehow at least, things keep going!

I wish you a merry, warm, contemplative, and soothing Christmas (together with your loved ones, I hope), along with inner strength and prudence, some ease and good health, physical as well as mental, for a healthy and steady start into the new year!

Sincerely,

Sibylle Pasche

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Buone Feste!

A fine di quest’anno insolito e per la prima volta non posso mandarvi un riassunto annuale della mia attività artistica. Ed è triste che non posso nemmeno presentarvi tante novità dal mio laboratorio artistico. Sembrerebbe che lo strozzamento della vita sociale e gli annullamenti di tanti eventi privati e pubblici abbiano almeno dato spazio alla creatività, ma non è proprio così.

L’alternato ‚Lockdown-allentamento-e-nuovamente-scendere-a-quasi-zero‘ e le restrizioni aggravati hanno creato un vuoto dentro di me, che soltanto perché sono di natura positiva e battagliera, sono riuscita a sopportare. Ero convinta di essere pronta ed attrezzata ad affrontare tante cose nella vita, anche grazie alla mia esperienza di molti anni di una carriera artistica non sempre drittissima, dove non viene regalato mai niente. Ma invece mi pesa – devo ammettere – il resistere quotidianamente a piccoli ma consumanti accidenti e il continuo opporre resitenza con positività e creatività non passa senza lasciare traccia. Faccio fatica a liberare il mio spirito e dedicarmi serenamente a nuovi progetti allo studio. L’irrequietezza interiore che ha preso possesso di me durante questi ultimi mesi è logorante e stancante allo stesso tempo.

La parola mi sembra la forma d’espressione migliore e più adatta in questo stato d’animo e quindi vi mando per natale un messaggio in forma di ‚parola e immagine’ al posto di ‘scultura e spazio‘. – Uno scorcio del mio mondo da artista, madre, parte della società e individuo autonomo in un’anno insolito.

Lo scambio con le persone ha perso la sua spensieratezza e nell’arco di un solo anno si è trasformato il nostro rapporto con gli altri da un ‘sereno insieme’ o almeno un ‘accanto rilassato‘, in un ‘uno contro l’altro diffidente‘. Gli incontri hanno perso la cornice sostenente dell’atto di salutarsi. Ci proviamo con un saluto a distanza obbligatoria, rigidi e impacciati, oppure lasciamo perdere completamente. In ogni caso ci lascia una sensazione d’insoddisfazione fin dall’inizio. Le mascherine, oramai onnipresente, nascondono ogni tratto e mimica e soffocano la voglia di una chiacchierata spontanea. Il modo come ci scontriamo con gente sconosciuta per strada ha acquistato delle sembianze quasi animalesche. Si sta in agguato, si osserva con sospetto, si aspetta con prudenza prima di passare accanto, magari preferibilmente sul lato opposto della strada. La vita sociale è di nuovo quasi completamente congelata o talmente limitata che quel poco che è rimasto ha perso il fascino della spensieratezza e libertà. Ci sono quelli che si limitano per paura e quelli che si limitano perché non si divertono più e non vogliono accettare una vita limitata da nuove regole e divieti. Il peso di eventuali controlli, multe salate tramite lo stato e denunci da vicini, ci schiaccia ed è deprimente. Oltre a questo, ci sentiamo condizionati addirittura fra amici o in famiglia nel dire la propria opinione e nel rivelare il proprio punto di vista. Un dialogo schietto e sano è diventato un’eccezione fra il continuo calibrare della propria parola, tastare con prudenza e battibecchi. E se cerchiamo di evitare l’argomento completamente, si finisce comunque prima o poi di nuovo parlandone. Cosa normale e giusta, perché il contrario sarebbe solo ipocrita e dimostrerebbe di essere arrivati ad uno stato d’indifferenza e di rassegnazione, che sarebbe un’arrendersi imperdonabile. Che cosa succederebbe se l’umanità si abituassi davvero pian piano a questa malata situazione restrittiva? Sarebbe una dichiarazione di fallimento a tutti i lati belli e vivibili della nostra vita, alla libertà, alla democrazia e allo stato di diritto.

Le possibilità di evadere da questo stato deprimente almeno ogni tanto, sono diventati però sempre meno. Eventi, mostre, progetti e varie visite allo studio che avrebbero potuto essere uno svago dilettevole, sono stati sospesi o disdetti. Quello che rimane è il vuoto e la domanda come andrà avanti.

La situazione attuale è per tutti quanto molto stressante e consumante, a livello lavorativo, sociale, famigliare ed esistenziale. Si tratta di una crisi molto diversa da quelli precedenti, è subtile e perfida. L’impatto sociale di questi restrizioni logoranti e dell’austerità attuale non possono essere combattuti in modo vincente e soddisfacente dalle singole persone e con la propria volontà. E questo ci lascia un senso d’impotenza profonda. La nostra società e il mondo si trova in balia dell’ubiquità di questa crisi. È preoccupante che le nostre libertà e possibilità nel pensare e nell’agire, privatamente o sul lavoro, sono state ridotte in questa maniera e che siamo succubi senza voce di vari decisioni e azioni politici. I provvedimenti restrittivi tramite regole, minacce, divieti, rimproveri e delazioni, che ricordano tempi di guerra e che sono in continuo crescita, lasciano le loro tracce nella nostra società.

Come è possibile che la salute mentale e il bene dell’anima viene trascurato in questa maniera e in nome della salute? Come si può proibirci tutto quello che fa una vita vivibile e gioiosa, lo stare insieme, le passeggiate essenziali all’aria aperta? Come possiamo rinunciare in strada all’incanto di un sorriso che ci fa la giornata? Come si può proibire il canto negli asili e scuole, nelle case di ricovero e ospizi e lasciare gli anziani  – alla loro salute! – soli e rinchiusi dentro le loro camerette? Che vita è, senza musica, arte e cultura, senza concerti, feste, ballo e teatro? Che succederà ai bambini ai quali è stato indottrinato che sono un pericolo in questa pandemia, che non abbracciano più i loro nonni e che devono sopportare delle situazioni quarantenarie inimmaginabili in casa, vivendo e mangiando soli, divisi dal resto della famiglia per settimane? Che tipologia di essere umano verrà fuori dai più piccoli della nostra società, che non vedono che gli occhi delle loro madri, mentre vengono allattati al seno? Come si può togliere ai giovani di oggi tutte le attività al tempo libero, lo sport, lo stare fra amici e il viaggiare? Sono attività essenziali per lo sviluppo fisico e mentale, per la salute e per un equilibrio sano di corpo e spirito. Come possono questi giovani – senza oppure con contatti sociali estremamente ridotti – diventare una generazione aperta al mondo, sana e forte?

Il mondo oramai è pieno di diffidenze e crediamo in ogni altra persona un potenziale pericolo di contagio. La lotta contro la pandemia con la strategia di fare tampone su tampone fa impazzire tutti e suscita paure e isteria nel popolo, senza però arginare l’epidemia. Non sarebbe meglio concentrarsi su quelli più vulnerabili e gravi malati, invece di stare a contare tutti quelli positivi-senza-sintomi? E non sarebbe più opportuno aiutare anzi agli ospedali e infermieri con questi enormi fondi finanziari e combattere per condizioni di lavoro migliori? Quanta disoccupazione, quanti fallimenti e quanta restrizione di libertà può ancora portare la nostra società?

A tutto questo non possiamo assistere indifferentemente oppure cominciare ad abituarci! Mi auguro con tutto il cuore che troveremo insieme la forza di combattere contro questa situazione precaria che incide non solo sulla salute ma porta tanta pena e sofferenza e che troveremo il coraggio d’imporci come soggetti ragionevoli nella massa intorbidita.

A questo punto vorrei ringraziare a tutti quelli che mi hanno portato del bene e del positivo nell’arco di quest’anno: un’abbraccio, uno scambio d’idee, una  chiacchierata serena, una semplice cena, una visita allo studio, un’acquisto. Specialmente durante quest’anno tutte queste cose sono state per me di una grande gioia e d’importanza estrema! E sono molta grata che esattamente per questo le cose vanno e andranno avanti, sempre, in un modo o nell’altro.

Ora vi auguro di cuore un sereno, benefico e caloroso natale – e malgrado tutto preferibilmente nel cerchio ampio delle vostre famiglie! – e vi auguro tanta forza, un po’ di leggerezza, buona salute fisica e mentale, resilienza e serenità per un’Anno Nuovo migliore!

Calorosamente,

Sibylle Pasche